05 Mai 2015

Vorsorge ein Thema das uns alle angeht - Koloskopie


Heute möchte ich ein Thema ansprechen, über das noch immer nicht wirklich offen gesprochen wird. Die Darmspiegelung.




Für mich war es wieder an der Zeit eine Darmspiegelung vornehmen zu lassen, die letzte Darmspiegelung lag nun fast sechs Jahre zurück und da ich eine familiäre Disposition habe, nehme ich das Thema sehr ernst und gehe regelmäßig, also etwa alle fünf Jahre zur Koloskopie.

Es erkranken jährlich 62430 Menschen (jeder Fünfzehnte) in Deutschland an Darmkrebs. Bei den Männern ist es nach Prostata- und Lungenkrebs die dritthäufigste Krebsart und bei Frauen steht er sogar auf Platz zwei gleich hinter Brustkrebs. (Quelle: Robert Koch Institut, Krebs in Deutschland 2009/2010; Ausgabe 2013).

Wie Darmkrebs entsteht ist noch nicht hinreichend geklärt, allerdings ist bekannt das eine familiäre Disposition eine wesentliche Rolle spielt. Drei von zehn Betroffenen haben demnach den Darmkrebs geerbt. Wenn es eine familiäre Vorgeschichte gibt können schon sehr junge Menschen an Darmkrebs erkranken, sie sollten regelmäßig zur Vorsorge gehen. Unser Gesundheitssystem sieht eine Darmspiegelung allerdings erst ab 55 Jahren vor. Falls es bei euch Darmkrebsfälle in der Familie gab, sollten ihr das eurem Arzt mitteilen.

Die Gute Nachricht: Darmkrebs ist zu 100% verhinderbar oder heilbar.

Bei mir lief die Vorbereitung zur Spiegelung folgendermaßen ab.

Vier Tage vor der Untersuchung auf Mahlzeiten mit kleinen Körnern, wie z.B. Vollkornprodukte, Müsli, Nüsse, kernhaltige Nahrungsmittel (Kiwi, Erdbeere, Tomate) komplett verzichten.

Ein Tag vor der Untersuchung nur ein leichtes Frühstück (Weißbrot mit Honig oder Gelee; ich habe dankend verzichtet) vor 8.00 Uhr. Ab jetzt ist keine feste Nahrung mehr erlaubt, dafür Wasser, Tee, Apfelschorle oder klare Brühe ohne Einlagen. Abends musste ich ein Abführpräparat einnehmen und danach innerhalb von 2-3 Stunden 2-3 Liter Wasser trinken.

Am Untersuchungstag morgens, nochmals ein Abführpräparat und trinken, trinken, trinken.
Von der Darmspiegelung selbst habe ich nichts mitbekommen, ich habe tief geschlafen. Die Spiegelung hat bei mir ca. 15 Minuten gedauert, kurz danach gab es noch ein Gespräch mit dem Arzt und schon war alles überstanden.
Also kein Ding.

…. und nun ihr. Wie steht ihr dazu, das Thema in der Öffentlichkeit zu diskutieren?
Habt ihr schon eine Darmspiegelung zur Darmkrebsvorsorge machen lassen?


Kommentare:

  1. Die Vorsorgeuntersuchungen sind schon extrem wichtig. Am unangenehmsten emfpand ich das viele Trinken von dem Zeugs.

    LG Sabine
    http://www.blingblingover50.de/

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  2. Ich bin 46, mein Internis lässt mich einmal Jährlich 2 unterschiedliche Proben beibringen. Da ich Privatpatient bin, würde er mir da sicher mal einen Besuch ans Herz legen. Da da aber keine Genetische Vorbelastung besteht, hat er sich das bisher "geschenkt". Mein Mann (50 und mein Dad 77) haben da schon mal einen oder mehrfach Termine gehabt. Finde ich auch gut.
    Ich weiß nicht, wie das bei Kassenpatienten ist, wir bekommen ja alle Vorsorgen bezahlt. Aber wenn der Arzt meines Vertauens das vorschlägt, würde ich diese Untersuchung auch machen lassen, wenn ich sie selbst zahlen muss.
    LG Sunny

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  3. Hallo Silvia, Danke für Deine lieben Worte. Ich hab' auch ganz schlimme Fingernägel. Die Nagelpfeile werde ich mir besorgen - vielleicht hilft's ein bisschen.
    Dir einen schönen Tag
    Birgit

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Hallo